Büdingen - Orleshausen ...meine Heimat Büdingen (Hessen) ist ein an der Seemenbach gelegener Luftkurort im Südosten des Wetteraukreises im Bundesland Hessen. Büdingen umfaßt nach dem Gemeindezusammenschluß die Stadtteile: Aulendiebach, Büches, Büdingen, Calbach, Diebach a. Haag, Düdelsheim, Dudenrod, Eckartshausen, Lorbach, Michelau, Orleshausen, Rinderbügen, Rohrbach, Vonhausen, Wolf und Wolferborn. Angelika Loos Von diesen Orten ist im Jahre 775 n. Chr. urkundlich als erster Stadtteil Lorbach erwähnt. Das Gebiet um Büdingen war allerdings schon vorher besiedelt. In vorchristlicher Zeit wurde hier der Brauneisenstein verarbeitet; Reste davon befinden sich in Hirzenhain und Rinderbügen. Die Seemenbach entspringt nördlich des zur Gemeinde Gedern gehörenden Ober-Seemen unterhalb der Alteburg im Vogelsberg. Sie fließt durch Nieder- und Ober-Seemen, die der Seemenbach auch ihren Namen verdanken, als auch durch Büdingen und den Büdinger Stadtteil Düdelsheim. Sie mündet bei Altenstadt-Lindheim in der Wetterau in die Nidder. Der Vogelsberg ist ein hessisches Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs. Es gilt als das größte zusammenhängende Basaltmassiv in Europa und endstand als Schildvulkan vor ca. 19 Millionen Jahren. Die höchsten Erhebungen des Vogelsberg sind der Taufstein (773 m) und der Hoherodskopf (764 m). Touristisch bekannt ist der Vogelsberg im Winter durch sein Skigebiet und die 55 km Loipen. Im Sommer durch den neugebauten Vulkanradweg, einer alten Bahnstrecke, die inzwischen als Rad-, Wander-, und Skateweg ausgebaut wurde. Während der Landnahme durch die Merowinger wurde das Gebiet neu besiedelt. Zur Zeit der Karolinger ist das Land um Büdingen schon organisorisch erschlossen gewesen. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen dass ein fränkischer Edeling um ca 700 seinen Wohnsitz am Schnittpunkt mehrerer prähistorischer Strassen in Büdingen-Grossendorf errichtet hatte. Historisch bewiesen wurde es dadurch daß in diesem Ortsteil ca vier Hufen Rodungsland entdeckt wurden die während des Mittelalters den Edelherren von Büdingen und ihren Erben zustanden. Der Name BÜDINGEN bezieht sich auf das Adelsgeschlecht der Herren von Büdingen und auf das Dorf, bzw. nach 1235 auf die Stadt Büdingen. Der Ort ist urkundlich erstmals im Jahre 1131 in Verbindung mit dem Adelsgeschlecht der Büdinger erwähnt; seit 1258 hat das Ysenburgische Geschlecht in Büdingen seinen Wohnsitz. Büdingen war nachweislich bereits seit ca. 700 n. Chr. kirchlicher Mittelpunkt für das Gebiet zwischen Kinzig und Nidda, der Wasserscheide im Vorgelsberg und dem Limes in der Wetterau, das ist die Linie von der Herchenhainer Höhe bis Bad Soden-Salmünster, die Kinzig abwärts bis Langenselbold, von dort den Limes aufwärts bis Altenstadt und von Altenstadt niddaaufwärts bis in das Quellgebiet des Hohen Vogelsberges. Vor der Errichtung der Remigiuskirche auf dem Friedhof um 1050 befand sich an gleicher Stelle bereits eine um 700 n.Chr. erbaute Holzkirche. Die St. Remigiuskirche (mehr info klicke hier) von Büdingen Großendorf war Mutterkirche für den Bezirk und ist über lange Zeit geistlicher Mittel punkt gewesen. Vonhausen, Calbach, Orleshausen und Dudenrod besaßen keine eigene Kirchen. Schon im 13. Jahrhundert war Büdingen Gerichtsort für alle Orte des heutigen Gemeinde- zusammenschlusses einschließlich Kefenrod, Bindsachsen, Hain-Gründau und Mittel-Gründau mit Ausnahme von Eckartshausen und Wolferborn, die ihre Gerichtsbarkeit besaßen. Im 14. Jahrhundert wurde Büdingen mit der Errichtung der inneren Stadtmauer Festungsstadt; die äußeren Wallanlagen entstanden im 15. Jahrhundert. Die heute noch bestehenden Gebäude innerhalb der alten Stadtmauer wurden überwiegend im 15., 16., 17., bzw. 18. Jahrhundert errichtet, die Burg bereits Ende des 12. Bis 1816 - Wiener Kongreß - blieb Büdingen zentraler Verwaltungsort; anschließend kam es kurz unter österreichische und preußische Herrschaft und wurde 1821 hessische Kreisstadt, welche Funktion in den Jahren 1848-1852, wo es dem Regierungsbezirk Nidda unterstellt war, bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 innehatte. 1938 bekam Büdingen mit der Auflösung des Kreises Schotten und dessen überwiegender Angliederung an den Kreis Büdingen zusätzliche Bedeutung. Akten im Stadtarchiv nennen 1822 an selbstständigen Handwerkern (ohne Gehilfen): 10 Bäcker, 10 Metzger, 16 Weber, 14 Strumpfweber, 19 Schneider, 13 Steinhauer, 15 Maurer, 11 Zimmer- leute, 18 Färber, 6 Schmiede, außerdem drei Stadt- wirtschaften, die ab 1840 privatisiert wurden; von 15. bis 18. Jahrhundert existierten auch vereinzelt Büchsenmacher. Seit Jahrhunderten wurde im Büdinger Raum Weinbau betrieben; seine Bedeuting für die Landwirtschaft geht - nach Aufzeichnungen aus dem vorigen Jahrhundert - aus der Größenordnung der Anbaufläche hervor: Büdingen 200 Morgen, Orleshausen 21 Morgen, Calbch 6 Morgen, Büches 13 Morgen, Aulendiebach 24 Morgen, Wolf 9 Morgen, Diebach am Haag 18 Morgen. Um 1870 wurde der Weinbau eingestellt, da nach dem Bau der Eisenbahnlinie die besseren Frankenweine heran- transportiert werden konnten. Bis ins 17. Jahrhundert wurden südlich von Büdingen im fürstlichen Wald in der Gemarkung Gerauschberg Silbererze abgebaut, die in Büdingen, Meerholz und Hailer - hauptsächlich zu Münzen - weiterverarbeitet wurden. Bis Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde Brauneisenstein 'Auf dem Hammer' im Seemenbachtaleinschnitt des Büdinger Waldes verhüttet und zu Ketten, Nägeln und Pfannen verarbeitet. Die Papierfabrikation wurde im 18. Jahrhundert auf die Dauer von ca. 120 Jahren aufgenommen. Bis 1831 wurde eine Saline betrieben. 1792 wurde in Büdingen eine Zeitung herausgegeben, die bis vor ca. 20 Jahren (ca. 1957) in Büdingen selbst gedruckt wurde und heute als 'Kreisanzeiger für den Wetteraukreis' erscheint. Die Büdinger Buntsandsteinbetriebe spielten bis in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts eine wirtschaftliche Rolle. Um die Jahrhundertwende wurde in vier Betrieben mit zusammen 120 Steinbrechern der Sandstein für den Hausbau abgebaut; in den Jahren 1951-1952 wurden die Steinbrüche stillgelegt. Ende des vorigen Jahrhunderts, mit Bau der Eisenbahn- linie, siedelte sich in Büdingen eine Glasfabrik an, die bis zu diesem Zeitpunkt in Breitenborn gearbeitet hatte. Die Farbik wurde 1905 von der Firma 'Gerresheim' aufgekauft und stillgelegt. Aus dem Gebiet der heutigen Stadt Büdingen wanderten um 1766, zur Zeit der Katharina, mehrere Einwohner nach Rußland und an die Wolga (click). um 1829 wanderten weitere Bewohner aus und zwar nach Südamerika - vorzugsweise Brasilien - , seit 1836 auch nach Nordamerika in den Raum Pittsburg/Pennsylvenia. Um 1846/47 löste sich die Gemeinde Pferdsbach zwischen Büdingen und Dudenrod vollständig auf, da fast alle Bewohner auswanderten. Die historische Entwicklung Büdingens mit seinen Stadtteilen (Klick) Informationen wurde von folgenden Webseiten uebernommen http://www.buedingen.net http://members.aol.com/bs63654/private/bueding.htm http://deutsche-staedte.com/buedingen/geschichte.html Buedingen Hessen |



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